Cover und Inhaltsangabe und das Vorwort zu "Inferno" 

 

ISBN: 978-374-183-626-8

Inhaltsangabe:

 

... Niemand würde in der Hölle nach der Liebe suchen.

 

 

 

 12,99 € als Taschenbuch

 

Das Vorwort zu "Inferno":

 

 

Verehrter Genießer der Dichtkunst, geschätzter Theatergänger,
» Inferno «, dieses Ihnen allen bekannte Wort, bezeichnet im
Lateinischen, die Hölle. Sind Sie schon einmal in ein Kalleidoskop
der Farbe eingetaucht? Haben Sie ihre Sünden durch Buße
bereits bereut? Sicherlich lösen diese Fragen etwas Unbehagen
bei Ihnen aus. Doch ich wähle diese Einleitung als behutsame
Vorbereitung auf die Ereignisse und Akte derer Sie nun ansichtig
werden. Denn dieser Stückezyklus spielt an keinem geringerem
Ort als der Hölle.


Entweder befällt den verehrten Leser gerade eine euphorische
Kaskade der Neugier oder er nähert sich dem komatösen
Zustand gläubiger Schockiertheit und bekreuzigt sich, weil er
sich durch die Lektüre in Sünde wähnt.


Doch ich strukturierte diesen Zyklus nicht, um verstörende
Szenarien der Grausamkeit darzubieten und den Leser bzw. Zuschauer
mit Albträumen zu geißeln. Der Ursprung dieses Stückes
lag in der Fragestellung und Gedankenkonstellation begründet,
die sich an meinen lieben Verstorbenen, meinen Seelengefährten
Orry, richtet, der mir sehr viel bedeutete und um dessen Wohlergehen
ich mich sorgte, dort, wo er nun weilt, in den Auen des
ewigen Friedens und des Glücks. Denn Inferno spielt ebenso im
Himmel, am Ort der Harmonie und der reinen Herzensgüte, wie
in der Hölle.


Wie geht es ihm dort, wo er sich nun befindet? Was tut er
dort? Kann ich ihm helfen? Mit Gebeten. Mit Liebe. Mit meiner
eigenen Seele und der unerschütterlichen Hoffnung auf seine
Wiederkehr.

Kunst, Farbe und Ästhetik und der grause Mantel des Todes
fallen in diesem Tragödienzyklus zusammen, in der das Leben
nach dem Tod nur die Ewigkeit als Ausweg sieht.


Das zarte Pflänzlein des Glücks, der Hauch von Zärtlichkeit,
ist häufig nur einen Buchstaben, ein Wort weit entfernt und selbst
ein Mächtiger lernt manchmal, dass Stärke nicht der Kosmos ist
und wie eine übermächtige Liebe und ein reines Herz selbst den
tiefsten Abgrund, das aussichtsloseste Pech, verändern kann.


John Miltons verlorenes Paradies dienten mir bei diesem Tragödienzyklus
ebenso als Inspirationsquelle wie Dantes göttliche
Komödie.


Folgen Sie nun den Worten, den eleganten Schönheiten, zu
einem Zyklus, der nach dem Tode spielt und die Toleranz für
etwas Schönes lässt, wo es mit Spannung am wenigsten erwartet
wird...


Betreten Sie den sanften Pfad des Himmels, der sich manchmal
durch die Hölle selbst windet, auf dem Weg zum ewigen
Eden und den inneren Schichten einer vollkommenen Seele...


Anonyma Poetria